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Finn

Finn, 15, Klasse 9a

Ich würde mich als strebsam und als Nerd bezeichnen. Meine Freizeit verbringe ich aktiv im Leichtathletikverein und als Gruppenleiter bei den Pfadfindern. Besonders interessiere ich mich für die MINT-Fächer und lese gerne Sachbücher. Zusätzlich bin ich Teil der Offenen Ganztagsschule an der GMS Bredstedt, wo wir uns regelmäßig treffen.
Nach dem Abschluss der zehnten Klasse plane ich, auf ein berufliches Gymnasium in Husum oder Niebüll zu wechseln, um mein Abitur zu machen. Mein Ziel ist es, Lehramt an der Europa-Universität Flensburg zu studieren. Dieser Plan ist bereits recht konkret.
Unsere Schule bietet umfassende Unterstützung bei der Berufsorientierung. Besonders möchte ich Herrn Perry loben, der zahlreiche Exkursionen, Kompetenzgespräche und Praktika koordiniert. Er versorgt uns wöchentlich mit neuen Bewerbungsanzeigen und Informationen, was mir sehr hilft. Als Kind fand ich Berufe wie Müllmann und Chemikerinteressant. Heute möchte ich mich jedoch intensiver mit Themen beschäftigen und strebe daher ein Studium an. Ich genieße es, mein Wissen weiterzugeben und anderen beim Fortschritt zu helfen. Daher habe ich bereits zwei Praktika im Kindergarten absolviert, um erste Erfahrungen im Bereich Sozialpädagogik zu sammeln. Meine Eltern wünschen sich, dass ich einen Führerschein mache, was ich ebenfalls anstrebe. Trotzdem bin ich ein großer Freund der öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn ich mir eine Superkraft wünschen könnte, wäre es, selbstbewusster und mutiger zu sein, um negative Gedanken nicht meine positiven Pläne zerstören zu lassen. Ich nenne das gerne ‘Zerdenken’.

Frage an die Zukunft: Übernehmen technische Hilfsmittel irgendwann die Aufgaben eines Lehrers?

Lieber Finn, mit den immer ausgefeilteren technischen Hilfsmitteln stellt sich die Frage, ob diese eines Tages die Aufgaben eines Lehrers vollständig übernehmen könnten. Es gibt bereits zahlreiche technologische Entwicklungen, die den Unterricht unterstützen und ergänzen. Die pädagogische Komponente, die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und die persönliche Entwicklung der Schüler zu fördern, kann eine KI nicht bieten. In Zukunft wird es weiterhin Lehrer geben müssen. Ihre Rolle könnte sich jedoch grundlegend ändern. Statt immer nur vorhandenes Wissen weiterzugeben, sollten sie sich den großen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit widmen. Dies wäre für die Schüler spannender und motivierender. Lehrer sollten ihren Schülern beibringen, wie sie sich dieses Wissen im Bedarfsfall schnell selbst aneignen können.

Fazit: Die Kombination aus technologischem Fortschritt und menschlicher Interaktion bietet das größte Potenzial, um die Bildungsqualität zu verbessern und den individuellen Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden. Die pädagogische Komponente, die individuelle Betreuung und die Förderung der persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bleiben zentrale Aufgaben, die nur menschliche Lehrkräfte erfüllen können. In Zukunft könnten sich Lehrer jedoch verstärkt auf die Vermittlung von Methodenkompetenz und die Förderung der Problemlösungsfähigkeit konzentrieren.

TEXT Patricia Rohde
FOTO Hinrik Schmook

So geht Berufsorientierung

Eine korrekte und aussagekräftige Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg in die Ausbildung. In unserem Servicebereich steht außerdem, wie man die nachfolgenden Herausforderungen in Vorstellungsgespräch, Assessmentcenter und dem Start ins Arbeitsleben erfolgreich meistert.